Neue Hoffnung für Patienten mit pustulöser Psoriasis

Ein neues, noch in der Erprobungsphase befindliches Therapeutikum für die pustulöse Psoriasis erweckt Hoffnungen für betroffene Patienten. Es handelt sich um Spesolimab, einen Rezeptorantagonisten gegen das in verschiedene Entzündungsprozesse involvierte Interleukin 36. Fünf von Sieben Patienten mit einer generalisierten pustulösen Psoriasis zeigten bereits nach einer Woche Behandlung eine deutliche Befundverbesserung, nach 4 Wochen waren die Hautveränderungen nahezu vollständig abgeklungen. Der Behandlungserfolg war auch nach 20 Wochen noch stabil. Das neue Biologikum dürfte auch für die anderen pustulösen Psoriasisformen interessant sein. Bisher wurden keine auffälligen Nebenwirkungen beobachtet. Als potenzielle weitere Anwendungsbereiche werden entzündliche Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn) sowie die Neurodermitis genannt.

Prof. Dr. med. R. Treudler, Prof. Dr. med. J.-C. Simon, Prof. Dr. med. J. Barth

Quellen

Bachelez et al New Engl J Med 2019, 380, 981 – 983

Ratnarajah et al J Cutan Med Surg 2020, 24, 199 – 200

Laufende Studie des UKL zum HEREDITÄREN ANGIOÖDEM
Bericht von der Jahresveranstaltung des Psoriasis-Netzwerkes Dresden/Ostsachsen am 27.05.2020